Schulhauserweiterung Rothenthurm, Wettbewerb

Die Anordnung des Erweiterungsbaus folgt der im Bestand angelegten Logik; die Staffelung einzelner Baukörper entlang des Strassenverlaufs wird weitergeführt. Durch den Abstand zu den Bestandsgebäuden entsteht ein massvoll angelegter Zugangsplatz, der als einladende Geste den Auftakt zur Anlage bildet und die in unmittelbarer Nähe vorhandenen Plätze weiterführt.

Der städtebauliche Massstab des Erweiterungsgebäudes orientiert sich am Bestand, ebenso wie die Typologie des Äusseren. Es wird ein horizontaler Baukörper mit charakteristischem Satteldach mit allseitigem Überstand vorgeschlagen. Die Farbigkeit des Gebäudes mit heller Putzfassade, Beton und anthrazitfarbenen Dachziegeln wirkt im Kontext der Bestandsbauten und des Ortsbildes selbstverständlich. Die flächigen, verputzten Stirnseiten des Neubaus treten in eine spannungsvolle Beziehung mit dem plastischen Relief der Fassaden, deren vorfabrizierte Betonelemente eine klare Struktur erkennen lassen. Mit dem architektonischen Ausdruck erhält das Gebäude ein eigenständiges, charakteristisches Gepräge, gleichzeitig wird ein Bezug zu den Schulbauten gesucht. Auch diese zeichnen sich durch eine eher sachliche Erscheinung, Satteldächern und schlichten, gestrichenen Putzfassaden aus.

Der geplante Kindergarten kann in seiner Längsachse erweitert werden. Innerhalb der gesetzlichen Richtlinien liesse sich das jetzt projektierte Volumen nahezu verdoppeln. Die Erschliessung für eine zukünftige Erweiterung ist mit dem durchgehenden Korridor bereits angelegt. Dieser kann in der zukünftigen Erweiterung in seiner Achse verlängert werden.

Zusammenarbeit mit Seiler Architects
Erweiterungsbau mit Bestandsgebäuden, Schwarzplan Ettapierungen
Grundriss Erdgeschoss mit Bestandsgebäuden